Duales Studium bei der bo parts GmbH Automotive Spare Parts

Interview mit Celin Kern, Logistikmanagement bei bo parts

Sie haben im letzten Jahr Ihr Duales Studium „Logistikmanagement, B. A.“ bei bo parts, einem Unternehmen der FRIMO Gruppe, abgeschlossen – und das überaus erfolgreich mit „sehr guter“ Leistung. Dazu und natürlich zu Ihrer Nominierung für den „Benno-Schilde-Preis für besonders innovatives und praxisorientiertes, wissenschaftliches Arbeiten“ der Stadt Bad Hersfeld gratulieren wir herzlich! Wie sind Sie denn damals auf bo parts und die Möglichkeit zu dieser Art Ausbildung aufmerksam geworden?

Celin Kern: Die THM (Technische Hochschule Mittelhessen) hat sich damals mit ihren dualen Studiengängen an meiner Schule vorgestellt. An dieser Informationsveranstaltung wurde mein Interesse für die Logistik geweckt. Durch eine Freundin bin ich auf bo parts aufmerksam geworden und dann ging alles auf einmal ganz schnell: Nach ein paar Gesprächen mit den Verantwortlichen stand fest, dass ich die erste duale Studentin bei bo parts sein werde.

Wie war Ihr Studium organisiert?

Celin Kern: Am Anfang meines Studiums gab es eine drei monatige betriebliche Vorphase. Währenddessen durchlief ich alle Abteilungen und konnte so erste Einblicke in das Geschäftsfeld der bo parts sammeln.
Für die Studienmodule Mathematik und Englisch musste jeweils ein einwöchiger Einführungskurs an der Hochschule absolviert werden.

Das erste Semester begann im Oktober und erstreckte sich über vier Monate. Daraufhin folgte eine kurze Praxisphase im Unternehmen. Ziel war beziehungsweise ist es, die theoretischen Kenntnisse aus dem Semester in die Praxis umzusetzen und anhand eines eigenen Projektes zu vertiefen. In Anlehnung an dem jeweiligen Projekt werden ein Praxisphasenbericht sowie eine Präsentation angefertigt. Am Ende der Praxisphase wird die Präsentation den Betreuern vorgestellt und schließlich benotet. Der Ablauf – viermonatige Studienphase und Vertiefung in der Praxis – wiederholte sich für die folgenden Semester. Jedoch fand das fünfte Semester, das sogenannte Projektstudium, vollständig im Unternehmen statt. Auch hier erhielt ich ein Projekt, welches ich in der Zeit bearbeiten musste. Währenddessen hatte ich die Möglichkeit, in der Abteilung Logistik verstärkt mitzuarbeiten. Das letzte Semester verlief wie alle Theoriephasen und endete mit einer Bachelor-Thesis und einem Kolloquium. Bo parts stellte mich für die Theoriephasen frei, daher konnte ich mich komplett auf die Vorlesungen konzentrieren.  

Würden Sie Ihr Duales Studium weiterempfehlen?

Celin Kern: Auf jeden Fall. Die Ausbildungsform ist sehr vielseitig und die theoretischen Kenntnisse werden direkt mit denen in der Praxis abgeglichen. Durch die praktische Erfahrung der Dozenten war es leicht, auch schwierige Inhalte der verschiedenen Module nachvollziehen zu können.
Insbesondere hatte ich bei bo parts die Möglichkeit, jederzeit in allen Bereichen einen Einblick zu erhalten. Vor jeder Praxisphase gab es eine Besprechung, welche Inhalte in den Vorlesungen durchgenommen wurden und in welche Abteilungen ich einen Einblick zur Theorie erhalten möchte. Meine Wünsche wurden dabei voll und ganz berücksichtigt. Durch die Vielseitigkeit und Größe des Unternehmens konnte ich die betriebswirtschaftlichen Abläufe mit meinem theoretischen Wissen aus dem Studium gut nachvollziehen. Während meiner Praxisphasen habe ich bereits Urlaubsvertretungen für meine Kolleginnen übernommen, daher habe ich einen vertieften Einblick in das Geschäftsfeld - vor allem in der Logistik - erhalten.

Nach Ihrem Abschluss haben Sie die Möglichkeit bekommen, weiterhin im Logistikmanagement bei bo parts zu arbeiten – was war bei diesem Schritt für Sie ausschlaggebend?

Celin Kern: Ausschlaggebend war vor allem, dass mir die Arbeit auf Grund der Vielseitigkeit Spaß macht. Durch die intensive Mitarbeit in der Logistik während meines fünften Semesters habe ich mich bereits früh dazu entschieden, weiter in dieser Abteilung zu arbeiten. Auch die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen hat mir die Entscheidung erleichtert.

Wie sieht – nach dem ersten halben Jahr - ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Celin Kern: Am Morgen prüfe ich zuerst meine Mails vom Vortag. Dann beginne ich mit meinen Regelaufgaben wie beispielsweise mit der Kontrolle der Abrufe des Kunden und der Lieferanten oder der Planung der Produktion und Transportanmeldungen.
In der Logistik sind wir nach Projekten gegliedert, das heißt jeder Mitarbeiter ist voll für sein Projekt verantwortlich – von den Auslieferungen vom Lieferanten über die Produktionsplanung, bis hin zur Auslieferung zum Kunden. Kommunikation sowohl mit Externen als auch mit den Kollegen ist daher besonders wichtig. Regelmäßige Reviews gegenüber dem Vorgesetzten fallen ebenfalls an.

bo parts sieht sich als Spezialist für kleine Losgrößen – welche Herausforderungen sind damit Ihrer Meinung nach für das Logistikmanagement verbunden?

Celin Kern: Flexibilität und eine schnelle Reaktion sind in diesem Geschäftsfeld erforderlich. Vor allem kurzfristige Bedarfe des Kunden müssen abgedeckt werden. Dabei ist es vor allem schwierig, die Auslastung der Kapazität und einen niedrigen Bestand einzuhalten. Trotzdem müssen wir die Lieferzeiten unserer Lieferanten und eventuell verhandelte Mindestabnahmemengen berücksichtigen.

Was machen Sie am liebsten, wenn Sie gerade nicht arbeiten?

Celin Kern: Wenn ich nicht arbeite, koche und schwimme ich gern mit Freunden. Am besten kann ich aber beim Spinning abschalten. Dort kann man sich richtig auspowern und vergisst den Alltagsstress. Im Sommer gehe ich dann mit dem Fahrrad in die Natur, um nicht komplett am Bürostuhl sitzen zu bleiben.