Interview mit Martin Grave, Ausbildungsleiter FRIMO Lotte

Am ersten August ist das neue Ausbildungsjahr gestartet. Auch für Martin Grave hat damit eine spannende neue Zeit begonnen, obwohl er schon seit 27 Jahren bei FRIMO arbeitet. Seit dem 01.08.2015 ist er der neue Ausbildungsleiter am FRIMO-Hauptsitz in Lotte.

Herr Grave, erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Tag bei FRIMO?

Ja, das war 1988. Meine Ausbildung – heute wäre es die zum Industriemechaniker - hatte ich zuvor in einem anderen Betrieb gemacht und danach ca. 7 Jahre im Maschinenbau gearbeitet. In dieser Zeit habe ich die Meisterausbildung begonnen und abgeschlossen. Nach meinem ersten Jahr als Meister in einem Betrieb in Hausdülmen, bin ich 1988 als Werkzeugmacher im Bereich Schäumwerkzeugbau bei FRIMO eingestellt worden. In den folgenden 27 Jahren habe ich die mechanische Fertigung geleitet und verschiedene Ausbildungen abgeschlossen, wie die zur Sicherheitsfachkraft, zum Brandschutzbeauftragten, zum Abfallmanager, zum Qualitätsmanager, zum Ausbilder für Kranführer und zum Ausbilder für Staplerfahrer.

Jetzt sind Sie Verantwortlicher für den Bereich Ausbildung bei FRIMO in Lotte – was war ausschlaggebend, dass Sie sich für dieses neue Aufgabenfeld entschieden haben?

In den letzten Jahren habe ich schon Zerspanungsmechaniker ausgebildet. Durch mein langjähriges Engagement im Bereich der Jugendarbeit lag es nahe, den zweiten Schritt zu machen. Die Ausbildung der jungen Menschen in einem modernen Beruf. Genau das ist jetzt das Ziel!

Wie haben Sie sich auf Ihre neuen Aufgaben vorbereitet – wie sah sozusagen Ihre „Ausbildung“ zum Ausbildungsleiter aus?

Es war ein Schritt zurück in die Vergangenheit mit Blick in die Zukunft: Da ich noch im Besitz meiner Ausbildungsunterlagen bin, hat es mich doch sehr erstaunt, dass die handwerkliche Ausbildung noch immer gleich geblieben ist. So habe ich nach den Ausbildungsplänen von heute den Einstieg der neuen Auszubildenden vorbereitet. Ich freue mich auf eine spannende Zeit.

Wie viele Auszubildende durften Sie Anfang August begrüßen?

In diesem Jahr haben zwei neue Auszubildende bei FRIMO angefangen, ein Industriemechaniker und ein Mechatroniker.

Was wünschen Sie sich für die kommende Zeit?

Die gegenwärtige Arbeitswelt fordert von einem modernen Menschen Engagement, Kreativität und wirtschaftliches Denken und dies unter zunehmendem Zeitdruck. Ich möchte die Auszubildenden auf diese Anforderungen vorbereiten. Der Beruf, den sie gewählt haben, soll Ihnen Spaß machen und auch ihre Zukunft gestalten. Spaß und Kreativität sind ein starker Motor für ein Unternehmen. Ein behutsamer Einstieg in die Berufswelt nach einer langen Schulzeit soll Lust auf mehr machen.

Inwieweit tauschen Sie sich mit den Ausbildungsleitern anderer FRIMO-Standorte aus?

Der Austausch ist vorhanden und wir planen auch, uns regelmäßig zu treffen, um z. B. Aktionen wie den FRIMO-Azubi-Tag zu organisieren, der im November stattfindet. Wir möchten ein standortübergreifendes Angebot für unseren Nachwuchs schaffen, um die Vielseitigkeit von FRIMO zu zeigen, Raum zur Vernetzung zu bieten und natürlich auch gemeinsam Spaß zu haben.

Was macht FRIMO Ihrer Meinung nach für junge Auszubildende heute interessant?

Gerade weil qualifizierter Nachwuchs für uns besonders wichtig ist, kommt dem Bereich Ausbildung bei FRIMO ein hoher Stellenwert zu. Wir bieten den jungen Talenten eine umfassende und fundierte Ausbildung sowie eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem international operierendem Unternehmen – und gute Übernahmechancen nach dem erfolgreichen Abschluss.