Service ist definitiv ein wichtiges Thema in meinem Leben!

Interview mit Christoph Moderegger, Service Projektadministrator bei FRIMO in Freilassing

1. Was macht man eigentlich als Service Projektadministrator? Wenn man danach googelt, klingt es nach einem vielseitigen Job. Man sollte kommunikativ sein, diverse Fremdsprachen beherrschen, ein Technikverständnis haben und über kaufmännisches Geschick verfügen. Das klingt anstrengend und aufregend zugleich. Ist das so

Moderegger (grinst): Google erstaunt mich immer wieder. Kommunikation, Menschenkenntnis und das gewisse Feingefühl beim Umgang mit den Kollegen / Kolleginnen und Kunden ist wirklich ein großes und wichtiges Thema. Diverse Sprachkenntnisse würde ich verneinen, Deutsch und Englisch sind in vielen Fällen ausreichend. Ein gewisses Technikgrundverständnis wäre von Vorteil, dass war bei mir aber nur bedingt vorhanden, dafür gibt es Techniker im Service. Meine Stärken liegen ganz klar im kaufmännischen Geschick und da fühle ich mich auch sehr wohl. Dazu zählen die Angebotslegung mit Preisanfragen über den Einkauf oder direkt beim Lieferanten, Bestellerfassung, Auftragsabwicklung, Versand und Rechnungsstellung. Erstellen von Statistiken und Auswertungen, Optimieren der Arbeitsprozesse in Zusammenarbeit der betroffenen Abteilungen, aber auch das kaufmännische „Geradeziehen“ des entstandenen Technikerchaos.  Google hat eindeutig „selbstständig“ und „eigenverantwortlich“ vergessen, denn nur dann kann ein Kaufmann in seinem Umfeld auch „kreativ“ werden. Ich empfinde meine tägliche Arbeit als besonders aufregend und da sie mir auch noch richtig Spaß macht, rückt der Stress und die Anstrengung in den Hintergrund.

2. Eine Aufgabe, die Sie gesagt haben, ist die Angebotslegung von Ersatzteilen – muss es da schnell gehen oder wie muss man sich das vorstellen?

Es ist zwar unhöflich mit einer Gegenfrage zu antworten, aber würden Sie auf ein Ersatzteilangebot mehrere Tage oder sogar Wochen warten, obwohl Sie es auch direkt im Internet besorgen könnten? Wohl eher nicht! Einfache Ersatzteilangebote müssen am selben Tag vom Tisch sein. Genau diesen Anspruch stelle ich an mich und meine Kolleginnen und Kollegen. Natürlich gibt es Ausnahmen wie z.B. Fertigungsteile, umfangreiche Umbauten, Verlagerungen oder Serviceeinsätze, da heißt es den Kunden über den aktuellen Status zu informieren.

3. Sie arbeiten ja auch mit den internationalen FRIMO Standorten zusammen. Gibt es dort unterschiedlichen Ansichten was Service bedeutet?

Hier kommt uns natürlich der FRIMO Standort im betroffenen Land zugute, da die Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter die Mentalitäten sehr gut kennen und auch damit umgehen können. Selbstverständlich unterstützen wir mit Knowhow und Ersatzteilen. Dennoch trifft manchmal „deutsche Gründlichkeit“ auf den „American Way of Life“.

4. Was heißt eigentlich Service bei FRIMO? 24 Stunden 7 Tage erreichbar

In der Welt von Internet, Smartphones und ständiger Erreichbarkeit ist ein solcher Service nicht mehr wegzudenken. Meist haben unsere Kunden Servicevereinbarungen in denen die Erreichbarkeit und Dringlichkeit klar definiert ist. Unterstützt werden wir hier durch eine Hotline die außerhalb der Geschäftszeiten die Notfälle aufnimmt und die Informationen an den diensthabenden Service Mitarbeiterin/Mitarbeiter weiterleitet. Erst nach erfolgter Problemlösung beginnt für mich die Arbeit, nämlich das Zusammentragen der Kosten und die Weiterverrechnung an den Kunden. Service definiert jeder anders, aber für mich heißt es: Schnell, kompetent und unkompliziert zu helfen

5. Hat Ihr Job Auswirkungen auf Ihr Privatleben – achten Sie besonders auf Kundenservice?

Ich arbeite inzwischen beinahe 18 Jahre im Vertrieb und davon 9 Jahre in der Spa & Wellnessbranche mit täglichem und direktem Kundenkontakt – JA, Service ist definitiv ein wichtiges Thema in meinem Leben!

6. Wie sieht Ihre Work Life Balance aus oder auf Deutsch: wie sieht Ihr Ausgleich zum Job aus?

Ich genieße es mit dem Fahrrad zur Arbeit bzw. wieder nach Hause fahren zu können und dabei das Hirn einfach mal durchzulüften. Seit über 2 Jahren versuche ich mich gesund und ausgewogen zu ernähren, dazu kommt regelmäßiger Kraft- und Ausdauersport. Aber das Wichtigste ist meine tägliche Ration Espresso. Dazu möchte ich anmerken, dass mein direktes Umfeld sehr schnell merkt, wenn etwas fehlt und die Stimmung kippt…

7. Ausgewogene Ernährung und Sport klingt immer gut – wie überwindet man seinen eigenen Schweinehund. Haben Sie dafür Tipps?

Moderegger (lacht): Ein Rezept oder Wundermittel gibt es leider nicht. Für mich hat alles vor rund 2,5 Jahren mit einem sehr unzufriedenen Spiegelbild begonnen. Da Sport überhaupt nicht mein Ding war, musste ich etwas an der Ernährung tun. Zu Beginn habe ich einfach Fastfood und Zucker reduziert (ja nur reduziert!). Der Erfolg zeigte sich bereits nach wenigen Wochen und motivierte zu höheren Zielen. Irgendwann kommt man am Sport nicht mehr vorbei, also habe ich mich im Fitnessstudio um die Ecke angemeldet. Großer Vorteil, ich kann direkt nach der Arbeit ins Studio fahren, ganze ohne den hinterhältigen Umweg über die gemütliche Couch zu Hause. Inzwischen ist es fest in mein Leben integriert und zu einer echten Leidenschaft geworden. Mein Tipp: Nicht Jammern, nicht Quatschen, sondern einfach etwas tun!