Als Backpacker durch Sri Lanka

Interview mit Manfred Rudholzer, Leiter Gesamtvertrieb / Prokurist

Das Ziel steht fest, der Flug ist gebucht, Rucksack auf und los geht es!
Manfred Rudholzer, Leiter des Gesamtvertriebs der FRIMO Group GmbH, begab sich in diesem Jahr zusammen mit seiner Frau Maria, seiner Schwester und seinem Schwager für eine fast dreiwöchige Individualreise nach Sri Lanka. Warum er solch eine Backpackerreise einem 5 Sterne-All-Inclusive-Strandurlaub immer vorziehen würde und was er in Sri Lanka alles erlebt hat, erzählt Rudholzer im Interview.

Als Leiter des Gesamtvertriebes der FRIMO Group GmbH ist jeder Tag bei Ihnen mit Terminen durchgeplant. Wie sieht es denn im Urlaub aus?

Manfred Rudholzer: Ja, das stimmt. In meinem Beruf habe ich einen relativ straffen Tagesplan. Angebote, Kundengespräche, Auftragsverhandlungen aber auch interne Meetings gehören zu meinen täglichen Aufgaben. Da ist viel Zeit verplant, aber dennoch möchte ich für unsere Kunden stets flexibel und auch meist erreichbar sein. Das alles unter einem Hut zu bekommen, wird dann manchmal zu einer echten Herausforderung, auch wenn ich stets versuche meinen Beruf mit absoluter Leidenschaft auszuführen. Im Urlaub brauche ich dann aber das komplette Gegenteil: Da möchte ich frei und unabhängig sein und den strukturierten Alltag hinter mich lassen, so wie wir es auf unserer Backpackerreise durch Sri Lanka gemacht haben. Im Voraus haben wir lediglich die Flüge und die Ankunft geplant, alles andere hat sich dann spontan ergeben.

Und ein All-Inclusive-Entspannungsurlaub am Strand klingt für Sie dann eher weniger verlockend?

Manfred Rudholzer (schmunzelt): Das ist einfach nicht meine Art von Urlaub. Solche Pauschalangebote sind in einer gewissen Weise ja auch durchorganisiert: 9 Uhr Frühstücksbuffet, 10 Uhr Aerobic, mittags wieder Kampf ums Buffet und Punkt 14 Uhr startet der Ausflug … Nein, das brauche ich nicht. Ich will planen, entdecken und neue Wege gehen. Da bewahre ich lieber die Individualität. Keinen Termindruck zu haben, wenn ich will, auch mal ausschlafen zu können, den Tag leben und selbst darüber bestimmen, wie der Tag verläuft – dass ist genau das, was ich genieße.

Wieso gerade Sri Lanka?

Manfred Rudholzer: Vor drei Jahren waren wir bereits in Südindien. Das Land hat uns wirklich beeindruckt. Die Gegensätze dort sind extrem im Vergleich zu Europa. In Indien herrscht aufgrund der verschiedenen Religionen eine völlig andere Kultur und alles ist sehr chaotisch – das komplette Gegenteil von Deutschland. Dieses Jahr sollte es dann aber Sri Lanka sein. Dort ist es um einiges gemäßigter und an manchen Orten sogar nahezu paradiesisch. Darüber hinaus ist Sri Lanka vor allem für Individualurlauber vorteilhaft: Ob mit dem Bus, dem Zug oder dem Tuk Tuk – es gibt viele Möglichkeiten, sich in dem Land fortzubewegen. Das Schöne daran ist, dass man auf diese Weise die Kultur und vor allem die Menschen hautnah miterleben und kennenlernen kann. So ist es beispielsweise ein echtes Erlebnis, mit dem Taxi oder Tuk Tuk bei starkem Gegenverkehr (zwei Spuren, drei Fahrzeuge) oder mit dem Zug an offenen Türen sitzend durch Sri Lanka zu reisen.   

Was war Ihr persönliches Highlight der Reise?

Manfred Rudholzer (überlegt lange): Puh, jetzt muss ich eines von zehn herauspicken. Das ist schwer, zu sagen, aber ich glaube, dass der Besuch der Elefantenaufzuchtstation in Pinnawela bei Kandy, der Palast des heiligen Zahns (Reliquie Buddas) und die traumhaften Strände im Süden die schönsten und beeindruckendsten Erlebnisse waren. Aber generell die gesamte Natur dort ist einfach einzigartig und faszinierend. Exotische Vögel wie den Malabar-Hornvogel und kleine Äffchen wie den Hutaffen gibt es bei uns im Berchtesgardener Land ja leider nicht.

Sri Lanka scheint wirklich eine ganz andere Welt im Gegensatz zu Deutschland zu sein. Gab es denn auch Momente, in denen Sie einen echten Kulturschock erlebt haben?

Manfred Rudholzer: Die teilweise extreme Armut, die sozialen Gegensätze und die noch immer spürbaren Auswirkungen von Tsunami und jahrelangem Bürgerkrieg sind wirklich schockierend. Das sind dann leider die weniger schönen Momente im Urlaub, in denen man zu schätzen weiß, wie gut es einem selbst geht.

Kurze Hosen, T-Shirts, Schuhe, Sonnencreme, Bücher – wie bekomme ich das denn alles in nur einem Rucksack mit?

Manfred Rudholzer (lacht): Ich bin ja keine Frau, sondern ein Mann! Nein, im Ernst, man kommt mit nur wenig aus. Zwei, drei T-Shirts und kurze Hosen reichen völlig aus. Es gibt vor Ort genügend Möglichkeiten am Abend seine Wäsche zu waschen und am nächsten Morgen dann weiterzuziehen.

Nennen Sie drei Dinge, die in einem Backpackerurlaub durch Sri Lanka auf keinen Fall im Rucksack fehlen dürfen.

Manfred Rudholzer: Ein Cappi, ein gutes Buch und viel, viel Wasser!! Es ist wirklich heiß dort.

Haben Sie FRIMO im Urlaub vermisst?

Manfred Rudholzer (schmunzelt): Naja, im Grunde genommen bin ich mit FRIMO immer irgendwie verbunden, auch im Urlaub. Ich habe ja mein iPhone dabei, da checke ich dann immer wieder mal meine Mails und meine Assistentin Frau Schuster macht dann den Rest. Die Arbeit  mit den Kunden und das tägliche Geschehen lassen einem dann doch keine Ruhe und der Vorteil ist, wenn man aus dem Urlaub zurückkommt erlebt man keine zu großen Überraschungen.

Was ist Ihr Reiseziel für das nächste Jahr? Afrika?

Manfred Rudholzer: Nöö, jetzt bleibe ich erst einmal wieder in Europa. Hier gibt es auch viele schöne Ecken und gutes Karma. Wo es danach hingehen soll, das schauen wir dann, wenn es soweit ist.