FRIMO sorgt für gute Verbindungen - Nachbericht

5. TechDay - Plastics Joining in Hamburg

06 / 2015 - Unter dem Motto „Was wir verbinden, ist unzertrennlich“ folgten am 11. Juni 2015 Kunden und Geschäftspartner der Einladung von FRIMO zum 5. TechDay nach Hamburg. Über 150 Teilnehmer von mehr als 60 unterschiedlichen Firmen aus dem In- und Ausland besuchten die Veranstaltung und nutzten die Gelegenheit, sich über Neuerungen rund um das Schweißen von Kunststoffen, aber auch über Themen wie Leichtbau, Oberflächen und PUR-Verarbeitung zu informieren und sich mit Referenten und Teilnehmern über Entwicklungs- und Einsatzmöglichkeiten sowie künftige Herausforderungen beim Einsatz dieser Technologien auszutauschen. Uwe Krause, Werksleiter bei FRIMO in Hamburg, zeigte sich erfreut über die positive Resonanz. „Wir sind stolz, dass viele innovative Fertigungslösungen „made by FRIMO“ sind. Das spricht für die hohe Kompetenz unserer Mitarbeiter. Und damit das auch so bleibt, wollen wir unsere Kompetenzen im Netzwerk mit Partnern markt- und kundenorientiert weiterentwickeln. Das hohe Interesse spornt uns an, diesen Weg konsequent weiterzuverfolgen, um rund um den Globus ein zuverlässiger Technologiepartner und Lösungsanbieter für unsere Kunden zu sein.“ 

Zum Kreis der Teilnehmer gehörten Spezialisten und Entscheidungsträger vornehmlich aus der Automobil- und deren Zulieferindustrie. Aber auch Experten von Seiten der Rohstoffhersteller, Hochschulen und anderen Branchen waren zugegen. Stark vertreten war die Automobilbranche mit OEMs wie BMW, Daimler, Ford, Porsche, Renault-Nissan, VW und Volvo sowie Tier 1 Zulieferern, Materialherstellern und Technologiespezialisten. Den Fachbesuchern bot das vielfältige Programm eine gute Gelegenheit, sich kompakt und umfassend aus erster Hand zu informieren. Spezialisten mit umfangreicher Erfahrung rund um das Fügen von Kunststoffen teilten ihr Wissen aus unterschiedlichen Perspektiven. Fachvorträge von Experten aus Industrie (ContiTech MGW GmbH, Trexel GmbH), Hochschulen (IKV – RWTH Aachen und TU Chemnitz) und von FRIMO, die begleitende Fachausstellung sowie eine Technologie-Show mit Live-Vorführungen am FRIMO Standort in Hamburg sorgten für einen interessanten Mix aus Theorie und Praxis.

Programm 

Nach einem umfassenden Marktüberblick von Frau Suveni Sooriyapiragasam (IKV), der auch Herausforderungen, unter anderem beim Verschweißen von Hochleistungskunststoffen und Leichtbaukomponenten umfasste, gaben Sönke Hinz und Helge Barkhoff (FRIMO) einen Überblick über den aktuellen Stand beim Kontaktschweißen (Ultraschall-, Wärmekontakt- und Heizelement-Schweißen). Neben der Erläuterung des Produktportfolios und der Darstellung konkreter Anwendungen, lag der Fokus auf der neuen Flexibilität, welche Dank der modularen Bauweise und dem Einsatz von Werkzeugkassetten für einen extrem einfachen und schnellen Werkzeugwechsel mit der neuesten Werkzeug und Anlagengeneration erreicht werden kann. Auf dem Gebiet des kontaktlosen Schweißens hat das Infrarotschweißen in den letzten Jahren als innovative und effektive Lösung zum Fügen von Kunststoffbauteilen an Bedeutung gewonnen. Neben den wesentlichen Vorteilen des absolut partikelfreien Fügens und der besonders hohen Festigkeit der Schweißnähte erlaubt diese Technologie die vielfältigen Anforderungen an Kunststoff-Fügeverbindungen zu erfüllen. In besonderem Maße gilt dies für sicherheitsrelevante und auch für luft- und ölführende Bauteile z.B. im Motorraum, bei denen verstärkte Polyamide zum Einsatz kommen. Daher widmeten sich die Vorträge von Albert Merz (FRIMO), Marios Constantinou (TU Chemnitz) und Robert Schampera, (ContiTech) im Wesentlichen den Möglichkeiten dieses vergleichsweise jungen Schweißverfahrens. 

In der nächsten Session wurden unterschiedliche technische Aspekte beleuchtet. In seinem Vortrag „Optimale Konstruktion“ zeigte Martin Buthmann auf, wie wichtig es ist, bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Bauteilentwicklung an die Verschweißbarkeit zu denken. Nur mit einer optimalen Gestaltung der Schweißnaht-Geometrien können Toleranzen ausgeglichen und prozesssichere Verschweißungen garantiert werden. Die Ergebnisse einer gemeinsamen Versuchsreihe zum Verschweißen von MuCell-Bauteilen wurden in einem Gemeinschaftsvortrag von TREXEL (Harald Heitkamp und FRIMO (Michael Auerswald) erstmals öffentlich vorgestellt. MuCell Bauteile werden mittels Spritzgießen von Mikroschäumen hergestellt und punkten mit einer ganzen Reihe positiver Eigenschaften. Ein wesentlicher Faktor hierbei ist die Gewichtsreduzierung, wobei die Bauteilstruktur auch besondere Anforderungen an den Schweißprozess stellt. Last but not least gab Thorsten Geldmacher von FRIMO einen Einblick in die neue Welt der Steuerungstechnik. Diese trägt nämlich gravierend dazu bei, die Effizienz des Prozesses zu steigern. Novum am Markt ist darüber hinaus eine intelligente Infrarot -Kamera zur Qualitätsüberwachung des Schweißprozesses. Intelligent deshalb, weil diese Kamera erstmals über einen integrierten Rechner verfügt, über den die Parameter und die Ergebnisse via Schnittstelle problemlos an die Maschinensteuerung (SPS) oder an Datensysteme beim Kunden übertragen werden können. 

In der von Dr. Michael Thielen moderierten Podiumsdiskussion erörterten Prof. Dr.-Ing. Michael Gehde von der TU Chemnitz, Thilo Stier, beim Materialspezialisten Akro-Plastic für das Innovationsmanagement zuständig, Robert Schampera von ContiTech und Detlev Böl von FRIMO die Zukunft des Kunststoffschweißens. Die Experten waren sich einig darüber, dass grundsätzlich das gesamte Spektrum der Fügeverfahren vom Markt benötigt wird, sich aber der Trend zu berührungslosen Verfahren fortsetzt. Thermoplastische Materialien gewinnen Marktanteile und Materialhybride, getrieben vom Leichtbautrend, stellen neue Herausforderungen an den Schweißprozess. Biokunststoffe lassen sich abhängig von ihrem Eigenschaftsprofil genau wie Standard-Thermoplaste verschweißen. Konsens bestand auch darin, dass die Anwender neben der reinen Fokussierung auf Bauteile und deren Designgeometrie gut beraten seien, bereits zu einem früheren Zeitpunkt auch die Verschweißung in das Bauteil hinein zu konstruieren. 

In der „Technologie live“ Ausstellung konnten die Besucher den Tag ausklingen lassen und die präsentierten Schweißverfahren auch direkt vor Ort begutachten. Hier wurden die Qualitätssicherung mit den neuen Infrarotkameras sowie das Verschweißen von Türverkleidungen mittels Infrarot, sowie Ultraschallschweißen und Wärmekontaktnieten demonstriert. Stolz zeigte sich Detlev Böl, Leiter des Geschäftsfeldes Plastics Joining bei FRIMO, darüber, dass der vergleichsweise junge FRIMO Standort in Hamburg inzwischen auf 250 ausgelieferte Schweißanlagen sowie den Verkauf von mehr als 1.000 mobilen Ultraschall-Schweißstationen zurückblicken kann. (ca. 6.700 Zeichen, inkl. Leerzeichen) 

Über FRIMO (www.frimo.com)

Zur FRIMO Unternehmensgruppe gehören weltweite Produktions- und Vertriebsstandorte mit über 1.200 Mitarbeitern in Europa, Asien und Amerika sowie zahlreiche internationale Vertretungen. FRIMO Unternehmen wurden wiederholt für herausragende Leistungen ausgezeichnet. Bereits 18 Mal erhielt FRIMO die als „Kunststoff-Oscars“ bekannten SPE Awards. 2014 wurde FRIMO für das Kooperationsprojekt „Street Shark“ (www.street-shark.com) mit dem JEC Innovation Award in Atlanta ausgezeichnet. Das Angebot der FRIMO Gruppe für die Kunststoff verarbeitenden Industrien reicht von den unterschiedlichsten Verfahren zur PUR Verarbeitung über das Flexible Schneiden, Stanzen, Pressen und Formen sowie Thermoformen, Kaschieren und Umbugen bis hin zum Fügen und Kleben. Zum Portfolio gehören auch Systemlösungen zur großserientauglichen Verarbeitung faserverstärkter Kunststoffe (Composite Technologies). FRIMO bietet seinen Kunden hierfür maßgeschneiderte Werkzeuge, Maschinen und Anlagen als Einzel- oder Komplettlösung aus einer Hand.

Kontakt für Rückfragen und weitere Informationen:

FRIMO Group GmbH
Martina Schierholt
Hansaring 1
D-49504 Lotte

Tel.: +49 (0) 54 04 / 8 86 - 1 57
Fax: +49 (0) 54 04 / 8 86 - 51 57
E-Mail: schierholt.m[at]frimo.com

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